Der Winter 2003 bescherte über Wochen fantastisches Hochdruckwetter. Dank grossen Neuschneemengen im November 02 (1.5 Meter) konnte sich oberhalb 2100 m eine solide Schneedecke aufbauen. Etwas Neuschneezuwachs und über 2-3 Wochen kaltes Winterwetter Ende Januar förderten die guten Verhältnisse. Mehrere Wochen schönes Wetter im Februar, März und April luden zu herrlichen Skitouren ein. So konnten denn diesen Winter alle geplanten SAC-Skitouren durchgeführt werden. Dies war schon seit vielen Jahren nicht mehr vorgekommen. Angefangen hat der Tourenwinter traditionell mit der Weihnachtstour aufs Mattjisch Hora. Etliche Teilnehmer genossen den Aufstieg und die Abfahrt in gutem Schnee. Am 19. Januar 2003 konnte der Tourenchef mit seiner Frau Eliane, Beat Pitschi und Heini Staub zur Amselfluh aufsteigen und das Winnetou-Couloir bei stiebendem Pulverschnee hinunterbrausen. Die Februar-Skitour, am 23. leitete Hanspeter Pitschi. Er führte Beat Pitschi, Eliane Kuhn, Hansruedi Wyss und Franziska Huber auf die Medergenfluh. Die Abfahrt führte über das Nordcouloir hinunter bis nach Sunnarüti. Der Schnee im Couloir mit leichten Deckel, unterhalb jedoch perfekter Pulverschnee! Endlich, endlich ist der Piz Palü bezwungen! Heinz Fringer stieg mit Eliane Kuhn, Franziska Huber, Georg Devonas, Beat Pitschi und Silvio Piccoli bei eher rauem und winterlichem Wetter zum Hauptgipfel. Die Ski wurden am Skidepot unterhalb dem Ostgipfel zurückgelassen. Dort mussten die Steigeisen montiert werden. Auf guten aber sehr harten Tritten ist man über den Ostgipfel und den schmalen Verbindungsgrat zum Hauptgipfel gestiegen. Die Abfahrt über den Gletscher ist dann bei fantastischem Windharsch vollzogen worden. Ende April 2003 startete Bobi Götte mit den üblichen Teilnehmern zur bald traditionellen Frühlings-Skitourenwoche. Das Wetter war durchzogen vorausgesagt, deshalb ist man nicht ins Wallis gereist. Das Unterengadin, lud mit den Gipfeln Piz Buin, vordere und hintere Jamspitze und Dreiländerspitz zu herrlichen Sulzschnee-Touren ein. Am dritten Tag musste die Tourenwoche infolge eines heftigen Wärmeeinbruches (0° bei 4000 m) abgebrochen werden. Die Gruppe ist am morgen früh schon samt den Skiern bis über die Schuhe eingesunken. Im übrigen wäre die Lawinengefahr bei dieser Wärme auf jeden Fall zu gross gewesen. Ausgangspunkt für die bestiegenen Gipfel war die Tuoi-Hütte.
Ich danke allen Teilnehmern für die rege Beteiligung. Ich bin froh, dass alle wieder gesund zuhause sind, ohne Verletzungen oder sogar Lawinenunfällen.
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