Die Frühsommer-Touren sind ebenfalls dem Wetter zum Opfer gefallen. Im Monat Juli erholte sich das Wetter dann zusehends und die Verhältnisse auf den Bergen waren genial.

17. / 18. Juli 2004 Wetterhorn (3701 m)

Am Wochenende des 17. / 18. Juli 2004 stand das Wetterhorn (3701 m) im Berner Oberland auf dem Programm. Besteigung über Chrinnengletscher, Willsgrätli und Wettersattel. Am Samstag ist eine Gruppe gutgelaunter SAC-ler nach Grindelwald gefahren und in die Glecksteinhütte aufgestiegen. Die Tour wurde geleitet von Thomas und Jann Mettier. Eigentlich war unser Bergführer Bobi dafür vorgesehen, jedoch musste dieser kurzfristig infolge Krankheit absagen.

Dies hielt unsere SAC-ler Thomas, Jann, Chicco, Martina und die Jo-ler Andreas und Jörg aber nicht davon ab, die Tour anzugehen. Bei schönstem Sommerwetter nahmen sie den zum Teil ziemlich ausgesetzten Hüttenweg durch die Fluh beim oberen Grindelwaldgletscher unter die Füsse. Die Glecksteinhütte liegt auf einer wunderschönen Felsterasse mit atembereubendem Blick hinunter nach Grindelwald. Dort wurden unsere Bergler auch bestens verpflegt.

Der nächste Morgen lies nicht auf sich warten. Noch in der Hütte dachten sie, dass das Wetter wieder einmal einen Strich durch die Rechnung machen würde, wie vielfach bei SAC-Touren. So suchten zwei Seilschaften um 03 Uhr morgens den Weg durch die Nacht, mit dem Ziel – Wetterhorn ! Nach leichtem Nieselregen, übergehend in leichten Schneefall kam dann doch noch das versprochene schöne Wetter aus dem Wallis und die Tour konnte fortgesetzt werden.

Um 08.00 Uhr bereits standen alle Teilnehmer auf dem Gipfel des Wetterhorns. Der Abstieg führte anschliessend wieder über die gleiche Route hinunter. 2400 Höhenmeter nach unten mussten bewältigt werden, bis man etwas müde aber zufrieden bei den Autos angekommen war und im Hotel Wetterhorn noch eine Erfrischung geniessen konnte.

Alle sind wieder gesund zu Hause angekommen. Für Thomas und Jann war es sicherlich eine positive und wertvolle Erfahrung eine so gewaltige Hochtour zu leiten.

14. / 15. August 2004 Piz Linard

14. / 15. August 2004, der Piz Linard stand auf dem Programm. 11 SACler trafen sich am Samstag Nachmittag in Lavin. Gemeinsam stieg man in die Linardhütte auf. Während dem wunderschönen Aufstieg durch den Lärchenwald begann es zu schneien. Da die Tagwache am Sonntag erst auf 06.00 Uhr angesetzt war, konnte man einen gemütlichen Hüttenabend geniessen.

Nach dem reichlichen Frühstück ging’s um 07.00 Uhr los. Nach 1.5 Stunden Aufstieg erreichten die Bergkraxler die Fuorcla da Glims. Der steile SW-Grat präsentierte sich total verschneit und zum Teil vereist. Der ansonsten einfache Grat entpuppte sich hier zu einer anspruchsvollen Klettertour. Klettergurt und Helm wurden montiert und schon bald musste man auch anseilen. Einige heikle Passagen, Platten und Türme mussten überklettert werden. Die Sicherungsarbeit wurde sehr gewissenhaft durchgeführt, dadurch benötigte man 6 Stunden um den Gipfel zu erreichen.

Jann mit Franziska und Riccardo machten sich etwas früher auf den Abstieg, da dieses Team etwas mehr Zeit benötigte. Der Rest der Tourengänger, Thomas, Urs, Reto, Eliane, Chicco, Andreas, Jörg und Martina folgten bald darauf. Auch den Abstieg bewältigten alle erfolgreich und die ganze Gruppe traf sich unten beim Seeli zu einer Flasche Wein mit Käse, um die gewaltige Tour zu begiessen.

Der Piz Linard, bei trockenen Verhältnissen praktisch ohne Seil zu begehen, zeigte, dass nur 15 cm Neuschnee und kalte Witterung diesen Berg zu einer ausgewachsenen Hochtour werden lassen können.

2. – 5. September Rotwandwiesenhütte

Am 2. – 5. September reiste Retus (Bauz) Schmid mit seinem Vater Reto, Mario, Thomas, Tina, Franco und Andrea via Brenner nach Sexten in den Dolomiten. Noch am selben Tag stieg man zur Rotwandwiesenhütte auf. Eine kleine Ausnahme waren jene Teilnehmer, die mit Thomas im Auto reisten. Infolge einer Panne musste in Innsbruck übernachtet werden.

Am 3. September kletterte man über den Rotwandsteig auf den Gipfel der Sextner Rotwand. Der Abstieg führte über die Via ferrata M. Zadonella in die Rifugio Berti.

Am nächsten Tag folgten die Via ferrata Roghel und Via ferrata Cengna Gariella mit einer Übernachtung in der Büllelejochhütte.

Am letzten Tag dieses Ausflugs stiegen die Ironpeople über die Via ferrata de Luca auf den Paternkofel. Nach dem Abstieg ins Tal folgte die Heimreise ins Schanfigg.

Die Klettersteige sind wohl anspruchsvoll und zum Teil sehr ausgesetzt. Sie ermöglichen aber auch Alpinisten, die sich in hohen Schwierigkeitsgraden im Fels ohne Eisen nicht wohl fühlen, ein fantastisches Bergabenteuer.